DIE SKIPPY-LEHRE

Diejenigen, die einige Zeit auf Footy Boots verbracht haben um demnächst in anständige Fußballschuhe zu investieren, sind mit Sicherheit über den Begriff K-Leather, oder auch K-Leder, gestolpert. Es wird in einigen der besten Schuhe verwendet, da das K-Leder (K steht für Känguru) eine der stärksten Faserstrukturen besitzt.

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Es ist von Sporttechnologen der Sportartikelhersteller wie Under Armour auserwählt worden, da seine Stärke, seine Haltbarkeit sowie seine natürliche Beständigkeit am besten mit den Elementen zurechtkommt. Das Material besitzt eine einzigartige Struktur, vergleichbar mit der eines Reptils, das über Millionen von Jahren entstanden ist, um harten Zeiten und Attacken von Raubtieren zu trotzen.

Leder auszuwählen ist eine Wissenschaft für sich. Zwar wurde das Material schon in Zeiten, in denen Höhlenmalerei ein beliebter Zeitvertreib war, von Tierhäuten hergestellt, die Schuhhersteller von heute legen ihr Augenmerk allerdings auf das Narbenbild, den Fettgehalt sowie auf die Proteinstruktur. So entwickeln sie Materialien, die zwar dünner und weicher, aber seltsamerweise auch stärker sind.

Das K-Leder besitzt eine Struktur und eine Gestalt, die es erlaubt, es bis zu einer extremen aber auch anhaltenden Widerstandsfähigkeit zu schaben, selbst wenn es gedehnt ist. Natürlich ist es nicht die billigste Komponente in einem Schuh, weshalb es normalerweise nur in Premium- oder High-Tech-Modellen verwendet wird. Aber wenn Du einen Schuh willst, der raue Winter übersteht und trotzdem seine Form behält, musst Du Skippy in Betracht ziehen.

Die Kängurus, die dieses Wundermaterial liefern, haben eine Haut mit verblüffenden Eigenschaften. In der trockenen Hitze Australiens ist jedes normale Känguru durchgehend auf einer natürlichen Low-Fat-Diät. So ist es eben dieses fehlende Fett, das man ansonsten in jedem beliebigen Holstein-Rind findet, welches für weniger Poren beim Gerben und Trocknen sorgt. Diese würden sonst die Struktur schwächen.

Im Gegensatz zu vielen Säugetieren (wie auch dem Menschen), verlassen sich Kängurus nicht allein auf das Schwitzen, um ihren Überschuss an Körperhitze loszuwerden. Stattdessen hören sie sobald sie nicht mehr hüpfen, mit dem Schwitzen auf und fangen an zu Hecheln. Und dies extrem. Während andere Tiere, wie z.B. Hunde, sowohl schwitzen als auch hecheln, sind Kängurus die einzigen Säugetiere die vom Schwitzen zum Hecheln wechseln, sobald sie sich nicht mehr bewegen.

Zudem sind Kängurus die einzigen Tiere mit einem dichten Geflecht an dünnen Gefäßen, das sich sehr nah an der Hautoberfläche ihrer Unterarme befindet, die sie wiederum zum Kühlen ablecken. Die Feuchtigkeit führt dazu, dass der Wind die Hitze des warmen Bluts wegweht. „Kängurus verlieren durch das Sabbern beim Hecheln kostbare Flüssigkeit”, erklärt Känguru-Experte Terry Dawson von der University of New South Wales in Sydney, Australien.

Die Viecher atmen 300mal in der Minute, um Luft durch ihre Luftröhre und Lungen zu führen und somit die Hitze abzuleiten. „Wir glauben, dass das Sabbern und das Lecken der Unterarme sich zusammen entwickelten, um von dem verschwendeten Wasser Gebrauch zu machen”, sagt Dawson. Footy Boots empfiehlt allen Lesern genau dies in Eurem nächsten Spiel zu machen, Eure Gegner werden glauben Ihr habt sie nicht mehr alle und Abstand halten.

Das Fehlen der Schweißdrüsen im K-Leder garantiert einen weiteren Vorteil. Durch weniger Schwachpunkte wird Materialversagen vermieden.

Es ist zudem von Natur aus auch dünn, denn im Busch ist im Gegensatz zu den feuchtkalten Rinderfarmen der Lüneburger Heide, eine zusätzliche Dämmung nicht notwendig. Wenn man es bis zu 20% splittet behält Känguruleder immer noch 30-60% seiner Stärke. Demgegenüber bewahrt Kalbsleder lediglich 1-4% seiner Stärke nach einer 20% Aufsplitterung.

Ein dünneres stärkeres Material ist ausgezeichnet, um sich schnell bewegen und sich somit auch auf seine Schuhe verlassen zu können. So wird K-Leder ebenfalls bei Militär- und Motorradstiefel verwendet.

Für die Ökos unter Euch, K-Leder wird als ziemlich „grün” bewertet, da es weniger Umweltbelastung mit sich führt als eine Herde furzender Kühe. Kängurus haben weniger Einfluss auf den Planeten, dank einer streng kontrollierten 60-Millionen-Plus-Bevölkerung. Und im Gegensatz zu Synthesefasern, ist Leder nicht auf ölbasierte Entwicklungsprozesse angewiesen und zersetzt sich zudem nach ein paar Jahrzehnten von selbst.

Bald werden sogar noch widerstandsfähigere und flexiblere Materialien hergestellt werden. Auf der ganzen Welt konzentrieren sich Universitäten und Hersteller auf die idealen Proteine, Fasern und Molekularstrukturen, um eine erhöhte Wasserfestigkeit, Oberflächenstruktur und einen höheren Komfort für Deine Füße sicher zu stellen.

Sobald diese neuen Materialien an die Vorteile und den Nutzen von K-Leder herankommen, wirst Du sie auf dem Top-Level eines jeden Sortiments finden.

Für den Moment jedoch ist das K-Leder das Maß aller Dinge wenn Du den perfekten Sitz, die Möglichkeit zum bedingungslosen Ackern und einen funktionierenden Schuh Tag ein Tag aus benötigst. Aber es hat natürlich auch seinen Preiß.


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Updated: 08/02/12






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